Aktuelle Meldung: Dieser Artikel wurde ohne meine Erlaubnis auf dem pi-news-Blog veröffentlicht. Es ging mir lediglich um die Kritik an der Gemeinde. Dieses Ereignis als “gesamtalevitisches Problem” darzustellen, beweist, wie labil die Betreiber von pi-news eigentlich sind.
Der Artikel:
Thilo Sarrazin, Autor des Bestsellers “Deutschland schafft sich ab – wie wir unser Land aufs Spiel setzen”, besuchte zusammen mit Güner Balci Berlin-Kreuzberg, um für die ZDF-Sendung “Aspekte” zu drehen.
Vor dem Cem-Haus “Kulturzentrum anatolischer Aleviten e.V.” in Berlin-Kreuzberg, empfingen ihn Gemeindemitglieder und Bewohner mit Parolen, und skandierten Rufe wie “Hau ab” und “Raus aus Kreuzberg”.
Laut Aussage des Vereinsvorsitzenden, Ahmet Taner, der die offizielle Stellungnahme des Vereins von einem Blatt ablas, konnte man Herr Sarrazin morgens nicht erreichen und ihm deshalb nicht mitteilen, dass die Gemeinde erst nach einer langen vereinsinternen Debatte zum Entschluss gekommen ist, ein Interview mit dem ZDF-Team zu verweigern. Nachdem die Stellungnahme vorgelesen wurde, skandierten die Besucher erneut: “Hau ab! Hau ab!”, denen Sarrazin entgegnete: “Das sind antidemokratische Verhaltensweisen, Sie tun sich damit keinen Gefallen und somit bestätigen Sie Vorurteile.”
Figen Izgin, Mitbegründerin des Migrantenvereins “Allmende e.V.” und Mitglied des Landesvorstandes der Berliner Linkspartei, sagte: “Ich habe erst gestern davon erfahren und bin glücklich, dass die Gemeinde Widerstand geleistet hat. Die Cem-Häuser stehen für alle offen, doch nicht für Rassisten, und deshalb finde ich es gut, dass man ihm eine Absage erteilt hat, das hat mich sehr glücklich gemacht.” Turgut Altug, Kreuzberger Grünen-Kandidat für das Abgeordnetenhaus, zeigte kein Verständnis für den Besuch Sarrazins: “Nachdem soviel passiert ist und er soviel gesagt hat, macht es keinen Sinn, wenn er hierher kommt.”
Als Sarrazin und das ZDF-Team das Restaurant “Hasir” in der Adalbertstraße betraten, weigerte sich der Geschäftsführer Hikmet Kundakci, sie zu bedienen. Vor dem Restaurant kam es zu einem Wortgefecht zwischen ihm und zwei aufgebrachten Bürgern, die kein Verständnis für seine Thesen hatten. Auch auf dem türkischen Wochenmarkt am Maybachufer diskutierte er mit einigen Obstverkäufern, denen er sagte: “Wer arbeitet, hat meinen Respekt!”
Sarrazin hin oder her, man muss nicht seine Thesen mögen, darum geht es nicht, doch man sollte wenigstens so fair sein und sich der Debatte stellen. Eins ist klar: Diesen Menschen geht es nicht um Respekt und Toleranz, denn vor türkischem Nationalismus, religiöser Intoleranz, Macho-Verhalten sowie Antisemitismus unter muslimischen Jugendlichen verschließen sie seit Jahrzehnten die Augen.
“Aspekte”, 22.Juli (23.15 – 23.45 Uhr) auf ZDF
Hier geht es zu den Videos:
Sarrazin besucht das “Kulturzentrum anatolischer Aleviten e.V.”
Sarrazin auf dem türkischen Wochenmarkt und im Restaurant “Hasir”