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		<title>Homo-Ehe: Karlsruhe läutet das 21. Jahrhundert ein!</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Jun 2013 13:23:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>André Krause</dc:creator>
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		<category><![CDATA[André Krause]]></category>
		<category><![CDATA[Menschenrechte]]></category>

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				<content:encoded><![CDATA[<p><span class="run-in">Der 6. Juni 2013 </span>wird als guter Tag in die Geschichtsbücher eingehen: Da die Sonne mal wieder ihre imponierende Kraft zeigte, tummelten sich die Menschen vergnügt an Seen, Flüssen oder Kanälen. Auf vielen Gesichtern hatte ein breites Grinsen den mürrischen „In-diesem-Jahr-kein-Sommer“-Ausdruck verdrängt. Passend zu dieser entspannten Atmosphäre läutete das Bundesverfassungsgericht in Deutschland endgültig das 21. Jahrhundert ein. Es schmeckt nach Freiheit.</p>
<p class="footnote sidenote"><strong>André Krause</strong> ist am 1. Dezember 1981 in Dortmund geboren. An der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat er Geschichte und Germanistik studiert. Derzeit promoviert er am Zentrum für Niederlande-Studien in Münster. Darüber hinaus ist André als Blogger (<a href="\&quot;http://www.blog.union21.de/\&quot;" target="\&quot;_blank\&quot;" rel="\&quot;nofollow\&quot;">www.blog.union21.de</a>) und Kolumnist (MiGAZIN) aktiv. Im Rahmen seiner Tätigkeit für die CDU probiert er, den liberalen Flügel zu stärken und die Partei dauerhaft in der Mitte des politischen Spektrums zu verorten. Den Großteil seiner Freizeit verbringt André in der Regel mit seiner Familie oder im Dortmunder Westfalenstadion.</p>
<p>Karlsruhe entschied nämlich am frühen Morgen: Homo-Ehen haben ebenfalls ein Recht auf Ehengattensplittung. Ein Mal Daumen hoch! Darüber hinaus soll diese Regelung sogar rückwirkend zum Jahr 2001 auch für eingetragene Lebenspartnerschaften gelten. Zwei Mal Daumen hoch!</p>
<p>Es hat mich besonders gefreut, auf Kristina Schröders (CDU) facebook-Wand den folgenden offenherzigen Kommentar zu lesen: „Gleichstellung Lebenspartnerschaften beim Ehegattensplitting. Ich finde das gut.“ Ja, Kristina, dann sage ich dir an dieser Stelle als Parteifreund: Drei Mal Daumen hoch! So etwas tut doch nicht weh, oder?</p>
<p>Nun bin ich an diesem denkwürdigen 6. Juni 2013 auch auf abweichende Kommentare a.k.a. sauertöpfische Rückzugsgefechte gestoßen. In einer Demokratie hat natürlich jeder das Recht, seine Meinung zu äußern. JEDE Meinung. Manche Meinungen sind mit dem Geist unseres Grundgesetzes jedoch nicht in Einklang zu bringen. Und diese Meinungen erfordern einen lautstarken Widerspruch.</p>
<p>Zur Erinnerung – im 1. Absatz des 1. Artikels heißt es: „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.“ Grandios, oder? Dort ist nicht von heterosexuellen Menschen die Rede. Nein, in der Bundesrepublik ist die Würde ALLER Menschen unantastbar.</p>
<p>Warum ich dies betone? Bislang war die Würde homosexueller Menschen sehr wohl in Frage gestellt. Schließlich sagt die bald zu revidierende Regelung in puncto Ehegattensplitting das Folgende aus: Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften sind dem Staat weniger wert als gemischtgeschlechtliche Ehen. Und gemischtgeschlechtliche Ehen werden auch bevorzugt, wenn aus ihnen gar keine Kinder hervorgehen. Ergo: Homos sind aus Prinzip als Menschen zweiter Klasse zu betrachten. Das Todschlagargument „Keine Kinder – Keine Privilegien!“ ist deshalb objektiv betrachtet ein Scheinargument.</p>
<p>Doch damit ist in absehbarer Zeit Schluss. Und das ist verdammt gut so. Ich habe einen großen Respekt vor allen Menschen, die sich zu ihrem Partner bekennen. Damit übernehmen sie stets Verantwortung. Menschen werden leider krank und älter. Wer sich das „Ja-Wort“ gibt, erklärt gleichzeitig, auch in rabenschwarzen Zeiten an der Seite seines Partners zu stehen. In einer Ehe geht es um diesen Grundsatz. Das Geschlecht spielt in diesem Zusammenhang überhaupt keine Rolle.</p>
<p>Gerade Konservative sollten diesen Aspekt der Ehe zwischen Mann und Frau, Frau und Frau oder Mann und Mann im Auge behalten. Zahlreiche bürgerliche Tugenden – Verantwortungsbewusstsein, Respekt und Treue – werden in der Bundesrepublik anno 2013 geschlechtsunabhängig in Partnerschaften gelebt.</p>
<p class="end">Außerdem: Menschen, die in einer glücklichen Beziehung leben und die Gewissheit haben, vom Staat geachtet zu werden, tragen zum Aufbau einer besseren Gesellschaft bei. Der 6. Juni 2013 markiert noch nicht das Ziel. Der 6. Juni 2013 steht für den Aufbruch in eine Zeit, in welcher sämtliche Menschen ENDLICH auf der Basis ihrer Taten – und nicht auf der Basis ihres Seins beurteilt werden.</p>
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